http://www.ffw-gadebusch.de --- Gadebuscher Feuerwehr rückt im Zuge des erweiterten Löschzuges des Landkreises Nordwestmecklenburg zu großen Gefahrguteinsatz in Spezialklinik aus
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Zu unserem ersten Einsatz an diesem Tag wurden wir an diesem Morgen in eine Spezialklinik, gleichzeitig mit den weiteren Einheiten des Gefahrgutzuges, nach Lübstorf (bei Schwerin) alarmiert.
Durch das Vermischen verschiedener Chemikalien, für die Reinigung eines Schwimmbades in einer Spezialklinik, traten giftige Dämpfe aus. Zwei Mitarbeiter wurden bei diesem Vorgang verletzt. Wir wurden daraufhin mit weiteren Einheiten des Landkreises Nordwestmecklenburg zu der Klinik alarmiert, die vor allem Menschen mit Sucht- und Psychosomatische Krankheiten behandelt.
Als ersteintreffendes Fahrzeug des Gefahrgutzuges, rüsteten sich vier unserer Kameraden mit schwerem Atemschutz aus. Währenddessen bauten die verbliebenen Mitglieder unserer Wehr mit den Kameraden aus Seehof eine Wasserleitung bis zum Haupteingang der Klinik auf. Nachdem wir mit Atemschutz ausgerüstet waren, wurde uns, von den direkt nach uns eintreffenden Kameraden der FFw Rehna, ein spezielles Messgerät ausgehändigt. Mit diesem wurde dann umgehend das Gebäude betreten um eine erste Messung durchzuführen. Aufgrund deren Ergebnisse wurde von der technischen Einsatzleitung (TEL) entschieden, dass Gebäude teilweise räumen zu lassen. Hierfür wurde extra ein Bus zu Einsatzstelle geordert, der die Bewohner der Klinik anschließend in eine nah gelegene Turnhalle brachte. Für die Versorgung der Patienten wurde der Betreuungszug des Landkreises Nordwestmecklenburg alarmiert. Nachdem der Gefahrenbereich soweit geräumt war, machten sich zwei unserer Kameraden unter schwerem Chemikalienschutz (CSA) mit einem Kameraden der FFw Selmsdorf, wieder mit einem Messgerät, zur Pumpstation des Schwimmbades auf. Auch hier wurde eine Mischung aus Chlorwasserstoff und Salzsäure in der Luft festgestellt. Weiterhin konnten die Feuerwehrmänner zwei Kanister mit Chemikalien ausfindig machen und anschließend einen davon verschließen. Damit eine Explosionsgefahr der Kanister ausgeschlossen werden konnte, wurde von der FFw Rehna die Wärmebildkamera zur Hilfe genommen. Es wurde festgestellt, dass der Kanister sich nicht übermäßig erhitzt hatte. Zur Entsorgung dieser wurde eine Spezialfirma aus Schwerin zur Einsatzstelle geordert. Hierfür rüsteten sich mehrere Kameraden von den anderen eingesetzten Feuerwehren und dem THW des OV Gadebusch abermals mit CSA – Anzügen aus. Für die unter Chemikalienschutzanzügen eingesetzten Feuerwehrleute wurde eine Dekon – Dusche aufgebaut. Zusätzlich wurden von der Kreisfeuerwehrzentrale aus Warin, neue CSA – Anzüge und Atemschutzgeräte zur Einsatzstelle gebracht.
Nachdem im oberen und unteren Gebäudeteil der gefährliche Stoff ausgemacht wurde, wurden wir beauftragt eine weitere Messung mit verschiedensten Messgeräten direkt im Schwimmbad durchzuführen. Hierzu rüsteten sich wieder zwei unserer Kameraden mit schwerem Atemschutz aus und nahmen neben einer Wasserprobe auch wieder Proben aus der Luft. Hier wurden ebenfalls die gefährlichen Stoffe ausgemacht. Nachdem zu Hundertprozent die Gefahrenbereiche ausgemacht werden konnten, konnte das Gebäude sicher entlüftet werden, dass keine weitere Gefahr mehr bestand. Zur absoluten Sicherheit wurde gegen 16 Uhr eine letzte Messung durchgeführt und hier wurde dann glücklicherweise keine Gefahr mehr gemessen. Anschließend konnten alle Einsatzmaterialien zurück gebaut werden und alle Einsatzkräfte ihre Rückfahrt zu ihren Gerätehäusern vornehmen.
Durch das gute Zusammenspiel der Einsatzkräfte, Einsatzleitung und allen weiteren eingesetzten Einheiten (ca. 110 Personen), konnte der Einsatz gut abgearbeitet und die Verletztenanzahl gering gehalten werden. Trotz des schnellen Eingreifens aller, mussten neben den zwei Mitarbeitern der Klinik auch 5 Patienten in nah gelegene Krankenhäuser verbracht werden.
An dieser Stelle bedanken wir uns bei den Verantwortlichen der Klinik für die großartige Verpflegung während des stundenlang andauernden Einsatzes.