feuerwehr.info >> Einsatzberichte >> Gefahrguteinsatz im Bereich der Biogasanlage Kaarßen: Geplatzter Wasserkessel löste fast fünfstündigen Einsatz aus
„Explosion an der Biogasanlage Kaarßen“ war das Stichwort, mit dem die Einsatzkräfte des Amtes Neuhaus ausrückten - Neben Feuerwehrleuten aus dem Amt Neuhaus waren ein Großteil der Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Lüneburg vor Ort. Mit noch mulmigem Gefühl im Bauch wurden die Brandschützer vor Ort dann informiert, dass die Biogasanlage keinen Schaden nahm. Doch auch mit aktualisierter Lagemeldung entspannte sich die Situation zunächst nicht. Durch die Explosion eines Wassertanks in der Nähe der Stallungen und Melkräume wurden die benachbart gelagerten Reinigungsmittel teilweise beschädigt. Welche Stoffe austraten und wie diese sich Verbindung mit dem ausgelaufenen Wasser verhalten, vermochte in diesem Moment noch niemand zu sagen. Daher sperrten die zwölf Feuerwehrleute der Gefahrgutgruppe Amt Neuhaus zunächst die Einsatzstelle ab und rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus. Neben den Aktiven aus dem Amt Neuhaus rückten auch der Gefahrgutzug und der ABC-Zug (zuständig für die Abwehr atomarer, biologischer und chemischer Stoffe) des Landkreises an, insgesamt waren 113 Kameraden vor Ort, dazu kamen Polizei und Rettungsdienst. Nun galt es, die ausgetretenen Dämpfe zu analysieren und eventuell gefährliche Stoffe zu beseitigen. Die für solche Art Einsätze ausgebildeten Kameraden des ABC-Zuges konnten nun direkt zum Ort des Geschehens vorrücken und mehrere Messungen der Werte vornehmen. Getestet wurden die Ergebnisse direkt vor Ort, und nun konnten auch alle Anwesenden aufatmen. Alle Resultate lagen im negativen Bereich; für Umwelt, Mensch und Tier traten somit keine Gefahrstoffe aus, zumal sich die Einsatzstelle auch laut des Eigentümers außerhalb des Lebensmittelbereichs befand. Die 20 qm ausgetretenen Wassers wurden von den hiesigen Einsatzkräften weiter verdünnt und der Raum, in welchem die Explosion stattfand, belüftet. Beim Verlassen der Freiwilligen Feuerwehren war die Melkanlage bereits wieder intakt. Weder Mensch noch Tier kamen bei diesem Einsatz zu Schaden.