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5.000 Kubikmeter Holz des Abfallentsorgungszentrums Braunschweig in Flammen - Feuerwehr setzte leistungsfähiges Wasserfördersystem ein - wertvolle Schredderanlage abgeschirmt

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  • 2012-02-21: 5.000 Kubikmeter Holz des Abfallentsorgungszentrums Braunschweig in Flammen - Feuerwehr setzte leistungsfähiges Wasserfördersystem ein - wertvolle Schredderanlage abgeschirmt
  • 2012-02-21: 5.000 Kubikmeter Holz des Abfallentsorgungszentrums Braunschweig in Flammen - Feuerwehr setzte leistungsfähiges Wasserfördersystem ein - wertvolle Schredderanlage abgeschirmt
Alarmzeit: 21.02.2012 um 02:12 Uhr
Einsatzort: Braunschweig-Watenbüttel, Deutschland
Einsatzkräfte und -fahrzeuge: -
Einsatzende: 21.02.2012 um ca. 06:00 Uhr
Bericht: Mit dem Stichwort „Großfeuer im Bereich der Kompostanlage des Abfallentsorgungszentrums Braunschweig“ alarmierte um 02:12 Uhr die Integrierte Regionalleitstelle den Löschzug der Hauptfeuerwache. Gleichzeitig wurde von der Hauptwache ein Tanklöschfahrzeug mit 5.000 Liter Löschwasser in Marsch gesetzt. Wenig später wurden viele Funkalarmempfänger ausgelöst und damit die Nachtruhe von ca. 100 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Braunschweig beendet.
Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort konnte das Feuer vom Einsatzleiter „gesichtet“ werden. Dies führte zur sofortigen Nachalarmierung des Fachzuges 90 (Tanklöschfahrzeuge) und wenig später des Wasserförderzuges der Ortsfeuerwehren Innenstadt und Stiddien. Dort ist seit Anfang 2011 ein Spezialgerät zur Förderung großer Löschwassermengen stationiert.
Beim Eintreffen des 1. Löschzuges brannten bereits 200 Kubikmeter Holz. Durch die Flammen gefährdet war eine neuwertige Schredderanlage der Fa. Alba. Da im Gelände keine ausreichende Wasserversorgung zur Verfügung steht, musste mit dem im Löschzug mitgeführten Löschwasser (8 m³) zunächst sparsam umgegangen werden. Zum Schutz der Schredderanlage wurde das Tanklöschfahrzeug in Stellung gebracht.
Die Löschwassersituation wurde dadurch verbessert, dass zunächst die Tanklöschfahrzeuge der Ortsfeuerwehren Broitzem, Lamme, Volkmarode, Bienrode und Mascherode (Fachzug 90) im Pendelverkehr eingesetzt wurden. Dazu wurde in der Watenbütteler Ortslage eine Wasserentnahmestelle/ Tankstation eingerichtet.
Ein Versuch mit einem Radlader das Brandgut vom noch nicht betroffenen Material zu trennen, musste, aufgrund des Brandfortschrittes und der Haufengröße, wieder abgebrochen werden. Auch konnte erst am frühen Morgen von einer Fachkraft der Fa. Alba die Schredderanlage aus dem Gefahrenbereich manövriert werden. Allerdings wurde diese Anlage ständig mittels Strahlrohr- und Werfereinsatz vom Brandgut abgeschirmt.
Nachdem das Wasserfördersystem (Hytrans Fire System - HFS) am Mittellandkanal in Stellung gebracht und in das Hydrantennetz 6.000 Liter pro Minute eingespeist wurden, stand an der Einsatzstelle eine leistungsfähige Löschwasserversorgung zur Verfügung. Diese Situation wurde durch die zusätzliche Verlegung einer großkalibrigen Schlauchleitung vom Kanal zur Einsatzstelle noch einmal verbessert. So konnte mit dem leistungsstarken Werfer eines Groß-Tanklöschfahrzeuges und weiteren mobilen Werfern das Brandgut abgelöscht werden.

Bewährt hat sich bei diesem Einsatz erneut die Zusammenfassung der Ortsfeuerwehren zu größeren taktischen Einheiten. Alarmiert wurden von der Integrierten Regionalleitstelle folgende Einheiten:
- Fachzüge 81 und 82 (teilweise) - bestehend aus den Ortsfeuerwehren Lamme, Wenden, und Thune - Aufgabenstellung: Besetzung der Hauptfeuerwache.
- Fachzug 86 - bestehende aus Fahrzeugen der Ortsfeuerwehr Innenstadt und der Ortsfeuerwehr Stiddien - Aufgabenstellung: Wasserversorgung der Einsatzstelle mittels Wasserfördersystem (HFS).
- Fachgruppe Verpflegung des Fachzuges 89 - bestehend aus den Ortsfeuerwehren Waggum und Völkenrode - Aufgabenstellung: Lieferung von Heißgetränken und Verpflegung.
- Fachzug 90 - bestehend aus den Ortsfeuerwehren Rüningen, Broitzem, Lamme, Volkmarode, Bienrode und Mascherode - Aufgabenstellung: Wasserversorgung der Einsatzstelle im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen.
- Führungskräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr - Direktionsdienst, Fachbereichsleiter, Stadtbrandmeister, Stellv. Stadtbrandmeister, Bereitschaftsführer.

Aufgrund der Rauchentwicklung wurden Rundfunkwarnungen für die Bereiche Watenbüttel, Hülperode, Schwülper, BS-Hafen und die Autobahn veranlasst.
Als Brandursache vermuten Feuerwehr und Polizei eine Selbstentzündung aufgrund eines Verrottungsprozesses.
Der Schadensumfang ist noch nicht bekannt. Wahrscheinlich entstehen hohe Entsorgungskosten.

Zusatzinformation zum HFS:
Die Feuerwehr Braunschweig hat Anfang 2011 einen Abrollbehälter mit einem leistungsfähigen Wasserfördersystem (Hytrans Fire System - HFS) in Dienst gestellt. Dieses ist bei der Ortsfeuerwehr Innenstadt stationiert und wird vom Fachzug 86 (Wasserförderung) zum Einsatz gebracht.
Auf dem Abrollbehälter sind ein Schlauch- und ein Pumpenmodul verlastet.
Das absetzbare Pumpenmodul mit Dieselmotor, Hydrauliksystem und Schwimmpumpe wird an einer Wasserentnahmestelle abgesetzt. Über eine Hydraulikleitung wird die Tauchpumpe angetrieben.
Aus der Schlauchbox können 1.500 Meter F-Schlauch (150 mm Durchmesser) bei einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h zu Einsatzstellen verlegt werden. Mit einer speziellen Schlauchaufnahmeeinheit können die Schläuche wieder aufgenommen werden.
Die Förderleistung des Systems beträgt bis zu 8.000 l/min.
Autor: Jörg Hollstamm (Braunschweig, Deutschland)
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Erstellt am: 23.02.2012
Erstellt durch: fabian.constien

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Aktualisiert am Donnerstag, den 23.02.2012